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UX-Design verbessert interaktive Anwendungen und Produkte
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Systematisch zum Erfolg: User-Experience-Design führt zu erfolgreichen interaktiven Produkten

Was genau bedeutet UX-Design für den Erfolg interaktiver Anwendungen?

Der Ansatz des “User Experience Design“, kurz “UX-Design“, rückt das Nutzererlebnis in den Fokus der Aufmerksamkeit. Aber, verwechseln Sie bitte UX-Design nicht mit Usability. User Experience Design beschreibt etwas vollkommen anderes. Usability beschreibt die die Benutzbarkeit einer Anwendung, die durch die konsequente Nutzung von Normen optimiert werden kann. User Experience Design ist dagegen das Erlebnis, das bei der Interaktion mit einer Anwendung erzeugt wird. Oftmals wird das Nutzererlebnis direkt mit Design verknüpft. UX-Design beinhaltet aber deutlich mehr. User Experience Design ist die gesamte Fülle an Interaktionen. Folglich beschreibt UX-Design das Erlebnis, das durch die konsequente Ausrichtung aller Funktionen, Inhalte und Designs erzeugt wird. Das User-Experience-Design überführt viele Einzelerlebnisse in ein positives Gesamterlebnis. Dieses Gesamterlebnis, die “User Experience” kann dann durch “User Acceptance Test” nachgeprüft werden. Wollen wir zusammen tiefer in die Methodik der “User Experience” eintauchen?

Der Zyklus des UX-Designs: Systematisch Nutzererlebnisse generieren

Phase A: Die Strategie-Entwicklung

Jede Anwendung hat ein Ziel. Zur Erreichung dieses Ziels sollte es bestenfalls eine Strategie geben. Die Strategie setzt sich aus den Anforderungen der verschiedenen Anspruchsgruppen zusammen. Grob gesagt, gibt es die Anforderungen, die aus dem Unternehmen kommen (Geschäftsziele, Markenführung) und Anforderungen, die durch Nutzer an die Anwendung gestellt werden. Die Nutzer lassen sich auf vielfältige Weise ermitteln und validieren:

Gerade die Werkzeuge der “Contextual Inquiery” haben sich als erfolgreich erwiesen, um ein tiefes Verständnis von Nutzerbedürfnissen zu entwickeln. Die Methode wird von Anthropologen benutzt, um Kulturen und Gesellschaften zu studieren. So kann der Designer zum Beispiel einen potentiellen Nutzer über einen längeren Zeitraum begleiten und sein Verhalten beobachten. Durch akribische Sammeln und zusätzliche Interviews werden Daten über die mögliche Nutzung gesammelt. Diese Daten werden geordnet, systematisiert und in Form von beispielhaften Profilen, den Personas, verwendbar gemacht.

Die Ergebnisse der Anforderungsanalyse werden in einem Strategiepapier festgehalten. Dieses wird ergänzt durch die Personas und weitere Informationen zu den Anforderungen der Stakeholder.

Phase B: Die Ermittlung des Umfangs

Nachdem die Anforderungen an die Anwendung gesammelt wurden, geht es in der zweiten Phase um die konkrete Planung von Schritten zur Erreichung der strategischen Ziele. Dabei werden zuerst die so genannten “Requirements” definiert. Die Anforderungen zeigen was Entwickelt wird und wann die einzelnen Entwicklungsschritte stattfinden. Dazu wird ebenfalls der Minimalumfang definiert, der bis zur Veröffentlichung erreicht werden muss. Gleichzeitig dient die schriftliche Fixierung der Anforderungen dazu abzugrenzen, was definitiv nicht entwickelt werden soll. So entsteht ein grober Rahmen, der Struktur vorgibt und zielgerichtete Konzepte ermöglicht. Aber was wird genau in den Anforderungen definiert?

Funktionen richtig beschreiben

Formulieren Sie immer positiv und beschreiben Sie, wie das System negative Folgen vermeidet ( “Das System wird dem Nutzer eine Eingabemaske mit einem Button bereitstellen, um schnell Kontakt aufnehmen zu können.”). Formulieren Sie immer spezifisch, lassen Sie wenig Platz für Interpretationen (“Die am häufigsten angesehenen Produkte werden am Anfang der Liste dargestellt” anstatt “Die besten Produkte werden hervorgehoben.”). Formulieren Sie immer objektiv und verweisen Sie bei subjektiven Anforderungen auf die entsprechende Person. Besser noch: Sie vermeiden subjektive Aussagen ganz.

Inhalte festlegen

Schauen Sie sich die Zielsetzungen an und leiten Sie daraus Anforderungen an die Inhalte ab. Bestimmen Sie die Inhaltsarten und versuchen Sie für jeden Inhalt den Umfang einzuschätzen. Schreiben Sie auf an welcher Stelle Inhalte in den verschiedenen Formen und Mengen auftauchen. Die Bestimmung und Schätzung der Inhalte ist von enormer Bedeutung, da die Inhaltsproduktion oft sehr langwierig ist und bereits zu Beginn des Projektes angestoßen werden kann. Dokumentieren Sie die Inhalte sorgfältig und halten Sie diese schriftlich fest (Konzeptpapier)

Phase C: Aufbau der Informationsstruktur und Definition des Interaktionsdesigns

Der nächste Schritt im “User Experience Design” gliedert sich in zwei Bereiche. Die Informationsarchitektur besteht aus verschiedenen Elementen zur Organisation, Gliederung, Gruppierung und Anordnung der zuvor definierten Inhalte. Um diese Aufgabe bestmöglich umzusetzen, werden gängige Standards und Muster genutzt, um dem Nutzer die Inhalte in einer bestmöglichen Anordnung präsentieren zu können. Die Informationen werden so angeordnet, dass der Nutzer alle definierten Aufgaben bestmöglich lösen kann.

Das Interaktionsdesign beschreibt, wie das System auf den Nutzer reagiert. Am Besten werden dafür so genannte mentale Modelle genutzt. So sind zum Beispiel Supermärkte nach einem mentalen Modell aufgebaut, dass dem Tagesablauf reflektiert. Direkt nach dem Eingang passiert der Nutzer den Frühstücksbereich, erreicht den Bereich mit allen Produkten für den Mittag und erreicht letztendlich den Bereich für den Abend. Solche mentale Modelle werden auch im Internet bereits erfolgreich genutzt. Im eCommerce nutzt man das mentale Modell des Einkaufswagen. Man legt dort Produkte hinein. Am mentalen Modell lässt sich auch das Wording von Schaltflächen und anderen Elementen erfolgreich ableiten.

Phase D: Interfacedesign und Navigationsdesign modellieren

Beim Interfacedesign geht es darum die richtigen Interface-Elemente für die jeweiligen Aufgaben auszuwählen und auf dem Bildschirm entsprechend Ihrer Bedeutung anzuordnen. Die Wichtigkeit der Elemente lassen sich von Ihrer Bedeutung zur Erreichung der strategischen Ziele ableiten. So ist es durchaus gängig, dass auf der Detailseite eines Onlineshops dem “In den Warenkorb”-Button eine hohe Bedeutung zukommt. Entsprechend wird er im Raster hervorgehoben. Das Navigationsdesign hat drei Aufgaben zu erfüllen. Erstens muss der Nutzer innerhalb kürzester Zeit jeden Punkt der Site erreichen. Zweitens muss die Bedeutung der einzelnen Navigationselemente eindeutig erfassbar sein. So muss klar sein, was die Hauptnavigation, die Meta-Navigation und andere Navigationstypen sind.

Phase E: Das Oberflächendesign

Nachdem wir in den vergangenen Phasen das Grundgerüst für unsere Anwendung gelegt haben, geht es jetzt um die visuelle Präsentation der Inhalte. Dafür müssen wir uns klar machen, welche Sinne im Kontext interaktiver Anwendungen tatsächlich genutzt werden. Im visuellen Design sprechen wir hauptsächlich den Sehsinn an, aber auch andere Sinne können durch Aktivierung mentaler Modelle aktiviert werden. Verläufe, Reflektionen und Strukturen simulieren real existierende Objekte und deren Beschaffenheit. Visuelles Feedback durch Veränderungen von Grafiken stimuliert, Geräusche können aktivieren.

Darüber hinaus können wir Erkenntnisse aus dem Neuromarketing, dem Neuro-Sales und anderen Bereichen nutzen, um Inhalte auf die neuronalen Profile der Nutzergruppen zu optimieren. Optimierte Inhalte und Funktionen stärken das Nutzererlebnis nachhaltig und steigern die zu erwartende Konversion, d.h. die Zielerreichung.

Den strukturellen Aufbau visueller Inhalte werden mit Eyetracking-Methoden optimiert. Die bereits neuronal ausgerichteten Inhalte können in eine optimale Reihenfolge gebracht werden. Der Blick des Nutzers wird zielführend gelenkt.

Ziel eines gelungenen visuellen Designs ist es einen konstanten Fluss in der Benutzung zu erzeugen. Das Design sollte so reduziert sein, dass es nicht ablenkt und so informativ, dass sich eine unbewusste Führung des Nutzers entwickelt. Das Design muss konstant und konsequent angewendet sein, so dass Irritationen beim Nutzer vermieden werden. Farben müssen sorgfältig ausgewählt werden. Dabei ist der kulturelle Kontext zu beachten.

Zuletzt sollte das Design immer in einem Styleguide fixiert werden. Ein Styleguide dient dazu anderen Designern den Rahmen vorzugeben in dem sie sich bewegen können. Er vermittelt Sicherheit und trägt maßgeblich zur konsequenten Designumsetzung im Sinne der Markenführung und “User Experience” bei.Der Styleguide kann zudem durch einen Floor-Plan ergänzt werden. Dieser zeigt die inhaltliche Struktur einzelner Seitentypen auf und gibt dem CMS-Bediener Empfehlungen, wie Seiten inhaltlich aufzubauen sind. In der Kombination ergibt sich eine solide Basis für erfolgreiche interaktive Anwendungen.

Schulungen und Seminare zum Thema “User Experience Design”

Sie wollen User Experience Design in Ihrem Unternehmen anwendbar machen? Oder Sie sind Agenturinhaber und planen diese Methode einzusetzen? Dann nutzen Sie die Chance und fragen Sie spezielle Seminare und Schulungen an. Gerne machen wir Ihnen auch ein Angebot für Inhouse-Workshops und Schulungen.

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